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Gartenschläfer sind Wildtiere und durch die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) in Verbindung mit dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) besonders geschützt.


Es ist daher verboten, Gartenschläfer

– der Natur zu entnehmen,

– mutwillig zu beunruhigen oder

– während der Fortpflanzungszeit erheblich zu stören.

Das betrifft auch ihre Fortpflanzungs- und Ruhestätten, also Baumhöhlen, Nistkästen und ähnliches. Auch diese dürfen nicht aus der Natur entnommen, beschädigt oder zerstört werden.

Nach § 45 (5) BNatSchG ist es allerdings zulässig, kranke oder verletzte Tiere vorübergehend aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen. In ganz Deutschland gibt es spezialisierte Wildtierauffangstationen, die Erfahrungen mit der Pflege von Gartenschläfern haben. Die Tiere sind unverzüglich wieder in die Freiheit zu entlassen, sobald sie sich dort selbständig erhalten können.

Im Rahmen des Projekts „Spurensuche Gartenschläfer“ werden die Tiere, die in Wildtierauffangstationen abgegeben wurden, in Zusammenarbeit mit der Justus-Liebig-Universität und den BUND Landesverbänden wieder ausgewildert. Um die Besonderheiten der verschiedenen Ansiedlungen des Gartenschläfers zu erhalten, wird anhand einer Haarprobe zuvor ein genetischer Test durchgeführt. Ziel ist es, das jeweilige Tier wieder in der Region auszusetzen, aus der es stammt. Dies soll helfen, die innerartliche biologische Vielfalt des Gartenschläfers zu erhalten.

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