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Jede Meldung auf der Meldestelle Gartenschläfer wird durch unser Team an Wissenschaftler*innen der Justus-Liebig-Universität Gießen geprüft. Damit können wir eine gleichbleibend hohe Qualität der Daten sicherstellen. Sie sind ein wichtiger Baustein, um dem Verschwinden des Gartenschläfers auf die Spur zu kommen.

Wenn Sie Ihre Sichtung auf der Meldestelle Gartenschläfer eintragen, erhalten Sie eine E-Mail, dass Ihre Meldung bei uns eingegangen ist. Unser Wissenschafts-Team versucht schnellstmöglich Ihre Meldung zu verifizieren.

Die Prüfung der Meldungen erfolgt angelehnt an Kategorien, die europaweit eigentlich für das Monitoring großer Beutegreifer entwickelt wurden. Zurzeit passen Wissenschaftler*innen den Kriterienkatalog für den Gartenschläfer an, der dann auch für die „Spurensuche Gartenschläfer“ genutzt werden soll. Bis zu dessen Fertigstellung werden die erhobenen Daten noch in folgende drei Kategorien eingeteilt:

Kategorie C1
In dieser Kategorie werden alle Meldungen eingeordnet, die durch Fakten oder Nachweise („hard facts“) eindeutig einen Gartenschläfer bestätigen. Dazu gehören Beobachtungen mit fotografischem oder Video-Beleg, Audioaufnahmen, tot aufgefundene Tiere, eingefangene (Jung-) Tiere, Telemetrieortungen und genetische Nachweise. Diese Nachweise werden nach der Prüfung als bestätigte Meldung auf der Karte abgebildet.

Deshalb ist es wichtig, möglichst auch Fotos, Videos oder Rufsequenzen ergänzend zu den Beobachtungen hochzuladen. Wir können damit in der Datenbank einen „harten Fakt“ hinterlegen, was unsere Erfassung auch im Nachgang überprüfbar macht.

Kategorie C2
Personen, die mit der Zeit mehrere bestätigte Gartenschläfer-Funde der C1 Kategorie gemeldet haben, werden als „erfahren“ eingestuft. Hinweise und auch Meldungen, z.B. Beobachtungen von Spuren, Rufen oder Sichtungen („soft facts – confirmed“) werden als bestätigt angenommen. Auch diese Nachweise werden als verifiziert auf der Karte abgebildet.

Kategorie C3
Nicht bestätigte Hinweise („soft facts – unconfirmed“) werden in diese Kategorie zugeordnet. Dazu zählen Ereignisse, die nicht überprüft werden können. Dazu gehören auch die Meldungen von reinen Sichtbeobachtungen sowie Hinweise durch nicht aufgezeichnete Lautäußerungen. Diese können „aus der Ferne“ von unserem Wissenschafts-Team nicht endgültig bestätigt werden und werden daher auf der Karte nicht angezeigt. Die Meldung bleibt jedoch in unserer Datenbank gespeichert und dient als Hinweis auf mögliche Gartenschläfer-Vorkommen.

Über die Einordnung Ihrer Meldung werden Sie erneut mit einer E-Mail informiert. Dann ist Ihre Meldung Teil unseres Datenschatzes zum Gartenschläfer! Sie tragen damit aktiv bei, die aktuelle Verbreitung des Gartenschläfers zu erfassen. Die Verbreitung ist Grundlage zur Beurteilung der tatsächlichen Gefährdungssituation. Der Vergleich zwischen aktueller und ursprünglicher Verbreitung liefert erste Hinweise auf die Entwicklung der Bestände und mögliche Ursachen für ihren Rückgang.

Achtung bei Totfunden
Ist es möglich, das Tier zu bergen? Unsere Tierärztin hat großes Interesse an solchen Funden. Mit einer Sektion wollen wir klären, woran die Gartenschläfer sterben. Wir sind daher dankbar für jeden geborgenen Fund, der idealerweise gut verpackt im Frost gelagert wird. Mit den Kolleginnen vom BUND organisieren wir dann einen Transport zu uns an die Uni. Bitte melden Sie sich unter gartenschlaefer@vetmed.uni-giessen.de.