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++ Meldung vom 4. November 2019 ++

Tagung am 28.10.2019 im Museum Wiesbaden: Forschung und Naturschutz erleben

In der Gartenschläfer-Hauptstadt Wiesbaden – der Stadt mit den wohl meisten Gartenschläfern in Deutschland – luden der BUND, die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Senckenberg Gesellschaft zu einer Tagung rund um den kleinen Zorro. Vor imposanter Kulisse des Museums Wiesbaden eroberte der kleine Nager sein Publikum im Sturm – durch eine Mischung aus Fachvorträgen und Poesie, Bildern und Gesprächen, Forschung zum Anfassen und Blicken über Ländergrenzen hinweg.

Fotos: Rolf Wegst

„Doch es gibt einen, einen ganz kleinen Rächer, der sich im Dickicht der Nadel- und Mischwälder auf felsigem und steinigem Untergrund durchschlägt. Kein klassischer Volksheld, aber ein nachtaktiver Nager, ein echter Europäer, der am Anfang seines größten Kampfes steht: Dem Überleben. Kleiner Superheld, ich fahnde nach dir, ich hörte dass du eine Maske trägst, nur schwierig erkennbar, ja fast unauffindbar bist, aber man erzählt große Dinge über dich.“ Jessy James La Fleur, Poetry Slam bei der Tagung „Spurensuche Gartenschläfer“ am 28.10.2019 im Museum Wiesbaden

Ein Tagungsband zu den Vorträgen wird demnächst hier zum Download bereitstehen.

Pressemitteilung zur Tagung: Bevor noch eine Art verschwindet: Nationale Tagung zur „Spurensuche Gartenschläfer“

++ Meldung vom 29. Oktober 2019 ++

Deutschlandfunk: Gartenschläfer-Forscher Sven Büchner im Interview

Artenschutz: Verschwinden des Gartenschläfers macht Forscher ratlos. Sven Büchner im Gespräch mit Georg Ehring

Das Interview zum Nachlesen: hier

++ Meldung vom 28. Oktober 2019 ++

„Zorro“ schläft schon – seine Spurensucher*innen aber nicht

Bild: Pröhl_fokus-natur.de

Die Tage werden kürzer, die Uhren werden umgestellt und ein kleiner Superheld hat sich schon längst in den Winterschlaf verabschiedet. Doch der BUND, die Justus-Liebig-Universität und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung arbeiten weiter. Und mit ein bisschen Glück müssen Sie auch im Winter nicht auf schöne Bilder von unseren kleinen Freunden verzichten!

Fast 1.500 Gartenschläfer-Freund*innen haben bei unserem Gewinnspiel mitgemacht. Die drei Gewinner*innen des Bilchkalenders 2020 werden per Mail und Post von uns benachrichtigt.

Vielen Dank für das große Interesse! Wer diesmal nicht gewonnen hat, versucht es einfach das nächste Mal wieder. Viele Grüße vom Spurensuche Gartenschläfer Team

++ Meldung vom 6. September 2019 ++

Gute News: Der Gartenschläfer im Sat.1-Frühstücksfernsehen

++ Meldung vom 24. September 2019 ++

1.000 Hinweise auf den Gartenschläfer

Jeder Hinweis hilft, dem Rätsel des Gartenschläfers auf die Spur zu kommen. (Foto: Jiri Bohdal)

Die bedrohte Schlafmaus findet immer mehr Freund*innen: Mehr als 1.000 Hinweise auf Gartenschläfer sind bereits auf www.gartenschlaefer.de eingegangen. „Diese Resonanz auf unsere ‚Spurensuche Gartenschläfer‘ ist einfach großartig“, freut sich Johannes Lang, Gartenschläfer-Experte von der Universität Gießen. „Mit Hilfe von so vielen Bürgerinnen und Bürgern erhalten wir ein immer genaueres Bild von der Verbreitung des Gartenschläfers. Das ist ein zentrales Puzzlestück, um dem Aussterben der Tierart auf den Grund zu kommen.“

Das Verbreitungsgebiet des Gartenschläfers ist in den vergangenen 30 Jahren um mehr als der Hälfte geschrumpft. Da das kleine Nagetier recht anpassungsfähig scheint – es ist sowohl in kühlen Hochlagen der Mittelgebirge als auch in Kleingärten entlang des Rheins heimisch – ist es aus vielen Regionen spurlos verschwunden. Die Ursachen sind bislang noch völlig unklar. Im Projekt „Spurensuche Gartenschläfer“ untersuchen BUND, Justus-Liebig-Universität Gießen und Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung deshalb gemeinsam alle denkbaren Einflüsse, unter anderem Nahrung, Krankheiten, genetische Vielfalt, Lebensraumansprüche. Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt gefördert.

Ein Vergleich der aktuellen Verbreitung mit früheren Erfassungen liefert erste Hinweise auf die Entwicklung der Bestände und mögliche Ursachen für ihren Rückgang. „Ohne die Unterstützung aus der Bevölkerung wäre eine solche breite Erfassung kaum zu schaffen“, betont Johannes Lang. „Jeder einzelne Hinweis hilft uns, dem Aussterben des Gartenschläfers auf die Spur zu kommen und es aufzuhalten.“

Wenn Sie einen Gartenschläfer gesehen haben, melden Sie ihn direkt unter www.meldestelle.gartenschlaefer.de.

++ Meldung vom 23. Juli 2019 ++

Der Gartenschläfer bei SWR aktuell

In Rheinland-Pfalz geht es dem Gartenschläfer scheinbar noch recht gut. Warum dort und anderswo nicht – das wollen wir herausfinden.

++ Meldung vom 9. Juli 2019 ++

Der Gartenschläfer in der Lokalzeit Bonn

Unsere Kollegin Christine Thiel-Bender begab sich gemeinsam mit der Lokalzeit aus Bonn/WDR auf die Spur der Gartenschläfer. So viel vorab: Wildtierforschung braucht Geduld… (ab Minute 11)

++ Pressemitteilung vom 26. Juni 2019 ++

Tag des Siebenschläfers wird zum „Gartenschläfer-Tag“

Berlin: Zum Tag des Siebenschläfers am 27. Juni ziehen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung eine erste Zwischenbilanz ihrer gemeinsamen „Spurensuche Gartenschläfer“. Im Rahmen eines Forschungsprojekts können seit April 2019 Bürgerinnen und Bürger den vom Aussterben bedrohten Gartenschläfer online melden, wenn sie ein Tier oder seine Spuren sichten. „Wir haben innerhalb von nur drei Monaten mehr als 500 Hinweise auf Gartenschläfer  erhalten. Diese Resonanz und die Vielzahl der Sichtungen hat uns überwältigt“, freut sich Mechthild Klocke, BUND-Projektleiterin für die „Spurensuche Gartenschläfer“. „Der kleine Verwandte des Siebenschläfers mit der charakteristischen schwarzen ‚Zorro-Maske‘ scheint in Deutschland viele Freunde zu haben. Bestätigen sich die Sichtungen, dann haben wir zudem gute Chancen dem Gartenschläfer zu helfen.“

Die Unterstützung aus der Bevölkerung ist bei der Erforschung der kleinen Schlafmaus unverzichtbar. Obwohl er eine heimische Tierart ist, gibt es zum Gartenschläfer bislang kaum wissenschaftliche Untersuchungen. Sicher ist nur, dass er aus vielen Regionen Deutschlands innerhalb von kurzer Zeit verschwunden ist. „Wir müssen dringend herausfinden, warum die Bestände des Gartenschläfers innerhalb der letzten drei Jahrzehnte so drastisch zurückgegangen sind und weiter zurückgehen. Nur dann können wir ihn vor dem Aussterben bewahren“, erklärt Johannes Lang, BUND-Gartenschläfer-Experte der Justus-Liebig-Universität Gießen. „Die Hinweise aus der Bevölkerung helfen uns, seine aktuelle Verbreitung und seinen Lebensgewohnheiten auf die Spur zu kommen. Anhand dessen können wir die passenden Schutzmaßnahmen entwickeln.“

Diese Zusammenarbeit zwischen Naturschutz, Forschung und Ehrenamtlichen auf der “Spurensuche“, die im Rahmen des vom Bundesumweltministerium geförderten Bundesprogramms Biologische Vielfalt stattfindet, trifft auf ein wachsendes Bewusstsein für den Naturschutz in der Bevölkerung. „Die erschreckenden Zahlen des Artenrückgangs haben viele Menschen bewegt. Bei der ‚Spurensuche Gartenschläfer‘ geht es um eine Tierart vor unserer Haustür, für die jetzt noch etwas getan werden kann. Das wird ein Grund dafür sein, warum wir uns über so viel positive und engagierte Resonanz freuen können“, so Mechthild Klocke weiter. „Jetzt hoffen wir, dass die Bauernregel uns Glück bringt: Wenn am Siebenschläfer-Tag die Sonne scheint, gibt es sieben Wochen schönes Wetter – und damit gute Bedingungen für die weitere Erforschung und den Schutz der Gartenschläfer.“

Hintergrundinformationen:

Der Gartenschläfer, wissenschaftlich Eliomys quercinus, ist eine in Europa heimische Schlafmaus, verwandt mit dem Siebenschläfer. Erkennbar ist er an seiner typischen Gesichtszeichnung mit ausgeprägten schwarzen Ringen um die Augen, die an die „Zorro-Maske“ erinnert. Das Verbreitungsgebiet des Gartenschläfers ist in den vergangenen 30 Jahren um mehr als die Hälfte geschrumpft, in vielen Regionen ist er bereits ausgestorben. Die Ursachen sind bislang unklar. BUND, Justus-Liebig-Universität und Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung untersuchen deshalb nun alle denkbaren Einflussfaktoren: Nahrungsgewohnheiten und -angebote, Lebensraumansprüche und Klima, genetische Strukturen, Krankheiten und Parasiten, Fressfeinde und Prädatoren u.v.m.

Möglich wird eine derart intensive Untersuchung mit Unterstützung durch Ehrenamtliche auf „Spurensuche“. Geforscht wird in einigen beispielhaften Regionen Deutschlands, in denen der Gartenschläfer heimisch ist, u.a. in den Innenstädten von Wiesbaden und Bonn, in Weinbergen und Gärten im Südwesten Deutschlands und in den Hochlagen der Mittelgebirge, zum Beispiel im Harz. Innerhalb von drei Jahren sollen Antworten auf die Frage gefunden werden, warum der Gartenschläfer derart drastisch in seinen Beständen zurückgeht. Daraus werden konkrete Schutzmaßnahmen entwickelt, die unmittelbar umgesetzt werden sollen. Das Ziel: Den Gartenschläfer in großen Teilen seines Verbreitungsgebiets in Deutschland zu erhalten.

Das Projekt wird seit Oktober 2018 für sechs Jahre vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert.

++ Meldung vom 7. Juni 2019 ++

SWR 2 Hörfunk

Jutta Schreiner vom BUND Rheinland-Pfalz spricht über die Spurensuche Gartenschläfer und die Hilfe von Freiwilligen dabei. Hören Sie doch mal rein.

++ Meldung vom 23. Mai 2019 ++

Gartenschläfer-Experte Johannes Lang im Studio bei „hallo hessen“

Bitte klicken Sie ins Bild, um das Video zu sehen. Der Beitrag dauert rund 16 Minuten.

++ Meldung vom 15. Mai 2019 ++

BR Fernsehen: Hartmut Schmid vom BUND Naturschutz Bayern erklärt die Spurensuche Gartenschläfer

Wie funktionieren die Spurtunnel zum Nachweis der Gartenschläfer? Hier wird es gezeigt.

++ Meldung vom 10. April 2019 ++

Nano (3sat) zeigt Gartenschläfer-Filmchen! Viel Spaß beim Schauen:

++ Pressemitteilung vom 04.04.2019 ++

Jetzt startet die „Spurensuche Gartenschläfer“

BUND, Universität Gießen und Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung starten in die erste Forschungssaison zum rätselhaften Verschwinden der Schlafmaus in Deutschland

Berlin. Pünktlich zum Aufwachen der Gartenschläfer aus dem Winterschlaf legen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung mit der Erforschung des kleinen Nagers los. Die Schlafmaus mit der unverkennbaren „Zorro-Maske“ gibt Wissenschaft und Naturschutz große Rätsel auf. Aus vielen Regionen Europas und Deutschlands ist der Gartenschläfer spurlos verschwunden. In den vergangenen 30 Jahren ist sein Verbreitungsgebiet um mehr als die Hälfte geschrumpft. Warum, ist noch völlig unklar.

„Das Verschwinden der Gartenschläfer ist wirklich besorgniserregend“, erklärt der Biologe Sven Büchner, Gartenschläfer-Experte des BUND, der das Projekt von Seiten der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) begleiten wird. „Das Tempo und die räumliche Dimension seiner Bestandsrückgänge ist beispiellos in der Tierwelt in Deutschland. Deshalb starten wir jetzt eine breite Untersuchung, um endlich Antworten darauf zu finden.“ Gefördert wird die „Spurensuche Gartenschläfer“ im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums. Der Bund fördert das Projekt, das von Oktober 2018 bis September 2024 läuft, mit insgesamt 3,6 Millionen Euro.

In die Gartenschläfer-Forschung werden alle denkbaren Einflussfaktoren einbezogen: Nahrungsgewohnheiten und -angebote, Lebensraumansprüche und Klima, genetische Strukturen, Krankheiten und Parasiten, Fressfeinde und Prädatoren und vieles mehr.. Möglich wird eine derart intensive Untersuchung nur mit großer Unterstützung durch ehrenamtliche „Spurensuchende“. „Jede Meldung über unsere Online-Meldestelle auf www.gartenschlaefer.de hilft uns, dem Gartenschläfer ein Stück weiter auf die Spur zu kommen“, so Büchner. „Darüber hinaus können Ehrenamtliche aber auch tiefer in die Forschung einsteigen, zum Beispiel bei der Untersuchung von Spuren oder Nistkästen.“

Geforscht wird in einigen beispielhaften Regionen Deutschlands, in denen die Schlafmaus heimisch ist. „Wir untersuchen sowohl die Gartenschläfer in der Innenstadt Wiesbadens und am Stadtrand von Bonn als auch die Bestände in den Hochlagen der Mittelgebirge, etwa auf dem Brocken im Harz“, erläutert Büchner. „Wir hoffen, damit herauszufinden, warum die Populationen im Südwesten Deutschlands noch relativ stabil erscheinen, während der Gartenschläfer in Mittel- und Ostdeutschland sogar in Naturschutzgebieten massiv zurückgeht.“

Innerhalb von drei Jahren soll diese intensive Forschung Antworten liefern auf die Frage, warum der Gartenschläfer derart drastisch in seinen Beständen zurückgeht. Daraus werden konkrete Schutzmaßnahmen entwickelt, die in der zweiten Projekthälfte umgesetzt werden. „Unser Ziel ist, diese kleine Schlafmaus in großen Teilen ihres Verbreitungsgebiets in Deutschland zu erhalten“, betont Büchner. „Der Gartenschläfer ist eine sogenannte ‚Verantwortungsart‘. Ein großer Teil seines Verbreitungsgebietes liegt hier, so dass Deutschland für die Erhaltung dieser Art in hohem Maße verantwortlich ist. Die Erforschung des Verschwindens des Gartenschläfers ist damit Teil der nationalen Anstrengungen für den Schutz der biologischen Vielfalt in Deutschland.“

Weitere Infos:www.gartenschlaefer.de und https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm/projekte/projektbeschreibungen/29021

Fotos: www.bund.net/gartenschlaefer_fotos

Audio: Interview (Footage) mit Johannes Lang, Biologe an der Justus-Liebig-Universität Gießen und Gartenschläfer-Experte des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), über das Verschwinden des Gartenschläfers: www.bund.net/gartenschlaefer_audio

Pressekontakt: Jenny Therese Kupfer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Naturschutzgroßprojekte, Tel.: 030-27586-544, E-Mail: jenny.kupfer@bund.net bzw. Sigrid Wolff, BUND-Pressesprecherin, Tel.: 030-27586-425, E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net

++ Meldung vom 25.03.2019 ++

Gartenschläfer-Steckbrief zum Download

Ab sofort steht ein Steckbrief mit den wichtigsten Merkmalen des Gartenschläfers zum Download zur Verfügung:

Steckbrief Gartenschläfer

++ Meldung vom 20.02.2019 ++

Flyer zur Spurensuche Gartenschläfer

Der Flyer zur Spurensuche Gartenschläfer ist erschienen. Sie finden ihn hier:

Flyer deutsch: Spurensuche Gartenschläfer

Flyer englisch: In search of the garden dormouse

++ Pressemitteilung vom 30.10.2018 ++

Gartenschläfer: Eine Schlafmaus in Not

BUND, Senckenberg Gesellschaft und Universität Gießen starten Naturschutzprojekt für den Gartenschläfer im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) startet gemeinsam mit der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN) und der Justus Liebig Universität Gießen (JLU) ein Projekt für den Schutz der Gartenschläfer. Dieser Verwandte des Siebenschläfers ist fast unbemerkt an den Rand des Aussterbens geraten. Warum, ist vollkommen unklar. „Mit diesem Projekt wollen wir nicht nur helfen, den dramatischen Rückgang der Gartenschläfer zu stoppen“, so Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender. „Wir wollen auch zeigen, wie wichtig auch kleine und wenig bekannte Tierarten für die biologische Vielfalt in Deutschland sind.“ Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert.

Der zu den Nagetieren zählende Gartenschläfer ist eine Schlafmaus beziehungsweise ein Bilch und lebt ausschließlich in Europa. Seine Gesichtszeichnung, die an Zorros Maske erinnert, macht ihn unverwechselbar. „Noch gibt es Bestände des Gartenschläfers in den deutschen Mittelgebirgen, etwa im Harz. Auch im Westen Deutschlands, in Gärten, Weinbergen und Obstplantagen, ist er noch heimisch“, erläutert Johannes Lang von der Justus-Liebig-Universität Gießen. „Doch seit Jahrzehnten verzeichnen wir starke Rückgänge seiner Bestände. In vielen Regionen ist er bereits ausgestorben. Deshalb ist es wichtig, jetzt endlich die Ursachen dafür zu erforschen und die richtigen Schutzmaßnahmen zu entwickeln.“

Im Rahmen des Projekts werden durch die Senckenberg Gesellschaft und die Universität Gießen verschiedene mögliche Ursachen untersucht: Von einer genetischen Verarmung bis zu Krankheiten oder Einflüssen der Klimaveränderung. Aus den Ergebnissen werden dann Schutzmaßnahmen entwickelt und mit dem BUND vor Ort umgesetzt. Doch dem Gartenschläfer soll auch sofort geholfen werden. „Wir wollen den Gartenschläfer bekannt machen  und dazu anregen, sich mit uns gemeinsam für ihn einzusetzen“, so Hubert Weiger. „Ein Verzicht auf Rattengift in Gärten, das Belassen von natürlichen Verstecken wie Baumhöhlen in Wäldern oder die Schulung des Personals in Wildtierauffangstationen sind einige Beispiele, wie die Gefahr für den Gartenschläfer unmittelbar gebremst werden kann.“

Der Gartenschläfer ist eine sogenannte Verantwortungsart in Deutschland. Ein bedeutender Teil seiner Weltpopulation kommt hier bei uns  vor. Deutschland ist deshalb in der Pflicht, sich für seinen Schutz und Erhalt einzusetzen. Das Projekt Gartenschläfer in Deutschland wird bis 2024 im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.

Pressekontakt: Jenny Therese Kupfer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Naturschutzgroßprojekte, Tel.: 030-27586-544, E-Mail: jenny.kupfer@bund.net bzw. Sigrid Wolff, BUND-Pressesprecherin, Tel.: 030-27586-425, E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net