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Je naturnaher ein Garten gestaltet ist, desto eher ist er auch für Gartenschläfer ein Paradies.

Einheimische Hecken, Wildblumenwiesen und Staudenbeete sind gedeckte Tafeln für die Schlafmaus. Dort findet der kleine Allesfresser sowohl Insekten, Würmer und Schnecken als auch Früchte, Samen und Knospen.

Ein alter Bestand von Obstbäumen, wie etwa auf Streuobstwiesen, ist besonders wertvoll. Dort finden die Gartenschläfer sowohl ausreichend Futter als auch Baumhöhlen, die als Versteck- oder Nistplätze genutzt werden. Willkommene Schlafplätze für die nachtaktiven Schlafmäuse bieten aber auch dichte Hecken, Steinhaufen oder Nistkästen.


Achtung bei Nistkästen: Sie müssen aus rauem, ungehobeltem Holz sein, damit es die Jungen im Frühjahr schaffen, aus dem Nistkasten herauszuklettern.

Gartenschläfer haben ein ausgesprochenes Trinkbedürfnis. Kleine Wasserstellen sind ihnen sehr willkommen. Jedoch sind unbedeckte Regentonnen regelmäßig eine tödliche Falle.

Und wenn er im Haus „eingezogen“ ist?

Manchmal haben sich Gartenschläfer aber auch bereits in Häusern niedergelassen und fallen dort durch ihr Lärmen oder auch durch angenagte Gegenstände auf. Achtung: Der Gartenschläfer ist eine geschützte Art . Es empfiehlt sich, ihn schonend zu vertreiben und ihm einen Unterschlupf im Garten anzubieten, z. B. spezielle Nistkästen für Bilche als Schlafplatz im Sommer. Die Einstiegsmöglichkeiten der Gartenschläfer in das Haus sollten zudem mit Drahtgeflecht oder ähnlichem versperrt werden – sonst sind die Gartenschläfer schnell wieder zurück.

Tipps für Gartenschläfer-Gärten
  • Erhalten oder schaffen Sie Versteckmöglichkeiten: Höhlenbäume, Wildsträucher und Steinhaufen sind wichtiger Rückzugsort für den nachtaktiven Gartenschläfer.
Niskasten für Gartenschläfer (©Sven Büchner)
  • Helfen Sie, Lebensräume zu erhalten: Streuobstwiesen sind nicht nur für den Gartenschläfer ein kleines Paradies, auch für unzählige andere Tiere und Pflanzen sind sie wertvoller Lebensraum
  • Stellen Sie spezielle Nistkästen bereit
  • Verzichten Sie auf Pestizide und Rattengift in Gärten.
  • Decken Sie Ihre Regentonnen ab: Mit dieser einfachen Maßnahme helfen Sie, den Gartenschläfer vor dem Ertrinken zu schützen.
Weitere Tipps für naturnahe Gärten:

Gärten winterfest machen

Obstbaumarten für den Garten

Weitere Tipps folgen

Im Rahmen des Projekts werden wir aus unseren Forschungsergebnissen ein Konzept für Schutzmaßnahmen entwickeln. Diese werden weitere konkrete Tipps für den Umgang mit Gartenschläfern liefern.