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Was ist der Anlass für telemetrische Untersuchungen?

Gartenschläfer sind nachtaktiv und entziehen sich einer einfachen Beobachtung. Das ist ein Grund dafür, warum so wenig über ihre Lebensweise und ihr Verhalten bekannt ist.

Neben vielen anderen Forschungsmethoden kommt in unserem Projekt auch die Telemetrie zum Einsatz. Dazu werden den Tieren winzige Funkhalsbänder umgehängt, deren Signale über mehrere Wochen lang geortet werden können.

Was wollen wir herausfinden?

Auf Basis der Telemetrie in ausgewählten Projektgebieten werden geeignete Lebensräume sowie konkrete Habitatrequisiten identifiziert, die vom Gartenschläfer benötigt werden bzw. für ein Vorkommen förderlich sind.

Habitatrequisiten sind zum Beispiel sichere Schlafplätze oder Orte für die Jungenaufzucht. Das können Felsspalten, Baumhöhlen, Trockenmauern aber auch dichte Gebüsche, Gartenschuppen oder Nistkästen sein.

Foto © Thomas Wey

© Thomas Wey

Aus den Ergebnissen lässt sich ein Habitatmodel entwickeln. Darin wird beschrieben, wo Gartenschläfer noch überall vorkommen könnten. Auf dieser Basis können wir dann versuchen herauszufinden, warum das an vielen Stellen nicht (mehr) so ist.

All diese Vorarbeiten bilden die entscheidende Grundlage für geplante Wiederansiedlungs- und Vernetzungsmaßnahmen.

Wie kommen wir an die Tiere?

Zunächst sollen freilebende Tiere in drei unterschiedlichen Lebensräumen gefangen und besendert werden. Dies darf nur mit Ausnahmegenehmigung der zuständigen Behörden erfolgen. Mit großer Vorsicht wird den Tieren ein Sender angelegt, der sie so wenig wie möglich stört. Nach einiger Zeit wird ihnen der Sender wieder vorsichtig abgenommen.

Zu einem späteren Zeitpunkt kann auch der Erfolg von Wiederansiedlungen von Tieren aus Wildtierauffangstationen mittels Telemetrie überprüft werden.

Wie funktioniert die Telemetrie?

Die Gartenschläfer bekommen einen winzigen Sender umgehängt. Mit einer besonders empfindlichen Antenne lässt sich dessen Signal aufspüren. Mit einer Peilung von mehreren Punkten aus weiß man, wo das Tier gerade ist: dort, wo sich die Peilungen kreuzen.