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Was ist der Anlass zur Untersuchung der Nahrung?

Nahrung ist eine der bedeutendsten Ressourcen, die für das Vorkommen einer Tierart ausschlaggebend ist. In verschiedenen Untersuchungen wurde vermutet, dass der Rückgang des Gartenschläfers mit Änderungen seiner Nahrungsgrundlagen zu tun haben könnte. Bereits in den 1980er Jahren wurde in diesem Zusammenhang auf den Insektenrückgang hingewiesen.

Gartenschläfer besiedeln sehr unterschiedliche Lebensräume. Es ist davonauszugehen, dass sie sich in diesen unterschiedlichen Lebensräumen auch unterschiedlich ernähren.

Was wollen wir herausfinden?

  • Wovon ernähren sich Gartenschläfer?
  • Welche Nahrungsressourcen nutzen sie in den unterschiedlichen Lebensräumen und Jahreszeiten?

  • Gibt es Nahrungskomponenten, die zu bestimmten Zeiten (z.B. zur Jungenaufzucht oder vor dem Winterschlaf) besonders wichtig sind?

Foto©Pröhl_fokus-natur.de

Wie kommen wir an das Forschungsmaterial?

Die Nahrungsanalysen werden anhand von Kotproben vorgenommen, die bei der Kontrolle von Nistkästen gesammelt werden, in denen Gartenschläfer leben.

Frassspuren des Gartenschläfers (©Thomas Wey)
Wie funktioniert die Nahrungsanalyse?

Unsere Spezialist*innen erkennen in den Kotproben unter dem Mikroskop winzige Nahrungsreste und können diese zuordnen. Wir wissen dann zwar nicht, wie viel der Gartenschläfer von der jeweiligen Nahrung gefressen hatte (z.B. nur ein Stückchen oder die ganze Kirsche). Aber immerhin sehen wir, wie oft eine bestimmte Nahrung auf dem Speiseplan stand.