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Was braucht der Gartenschläfer?

Gartenschläferfreundliche Wälder sind strukturreich. Neben einer ausreichenden Anzahl an Verstecken benötigt der Gartenschläfer Nahrung in Form von beerentragenden Sträuchern, wie Brombeeren, Himbeeren und Blaubeeren, sowie Insekten, Tausenfüßern und Spinnen. Eine dichte Bodenvegetation ermöglicht ihm eine sichere Fortbewegung mit dem Schutz von Oben.

Essenziell ist eine extensive Forstwirtschaft ohne den Einsatz von Pestiziden und ohne schwere Forsttechnik. Denn diese verdichtet sämtliche Hohlräume im Boden, die von Gartenschläfern und anderen Tieren als Quartier genutzt werden. Zudem ist es wichtig, Wälder nicht weiter zu entwässern – zum Wohle der Klimastabilität der Bäume und zum Schutz der Gartenschläfer, die ein starkes Trinkbedürfnis haben.

Ein guter Lebensraum für Gartenschläfer: Strukturreiche und naturbelassene Wälder. Foto: Michael Papenberg
Was machen wir?

In den Wäldern ist der Gartenschläfer sehr selten geworden, teils sogar vom Aussterben bedroht. Jedes einzelne Individuum ist hier besonders schützenswert. Wir entwickelten deshalb Handreichungen für Untere Naturschutzbehörden und „Betroffene“ zum Umgang mit Bilchen im Haus. Ebenso entstand eine Grafik mit wichtigen Habitatrequisiten eines Gartenschläfer-Lebensraums und einfachen forstlichen Maßnahmen, die Waldbesitzende umsetzen können, um der Art zu helfen.

Mit Ehrenamtlichen und regionalen Partnern wurden Lebensräume optimiert und vernetzt. Z.B. durch das Anlegen und die Pflege von Saumstrukturen aber auch durch das Pflanzen von verbindenden Gehölzreihen.

Alle geeigneten Schutzmaßnahmen – in Wäldern, Städten und Kulturlandschaft – haben wir in der Broschüre „Den Gartenschläfer schützen“ zusammengestellt.